Krimi/Thriller,  Rezensionen

Rezension: „Schweigepflicht“ von Jens Lapidus

Wenn ich das Buch in einem Satz zusammenfassen sollte bzw. beurteilen sollte, kommen mir folgende zwei Aussagen in den Sinn:

„600 Seiten vollgepackt mit Spannung!“

„Man nehme eine Großpackung skandinavischer Krimikunst, würze es mit einer Prise Gerichtsdrama à la John Grisham und erhalte ein Meisterwerk von Jens Lapidus!“

Worum es in dem Buch geht:
Ein nicht identifizierbarer Toter und ein Tatverdächtiger, welcher sich an nichts erinnern kann. Damit wird der Leser direkt zu Beginn konfrontiert. Die Verteidigung des Tatverdächtigen übernimmt eine frisch gebackene Anwältin Emelie Jansson. Dabei übernimmt die Kanzlei, für welche sie arbeitet, keine Strafsachen. Dies hält Emelie jedoch nicht ab, zusammen mit dem Ex-Knacki Teddy, die Wahrheit herauszufinden. Doch wo soll sie anfangen, wenn die Identität des Toten noch immer nicht geklärt werden konnte?
Als Teddy dann jedoch erfährt, wer der Tatverdächtige ist, wird ihm klar, dass die Antwort auf alle Fragen in seiner eigenen Vergangenheit liegen.

Ich liebe ja Kriminalgeschichten/Thriller, in welchen der Fall nicht aus der Sicht und nicht von der Polizei gelöst wird, sondern von einem Privatermittler oder einem Anwalt oder einfach einer Privatperson. Vor allem haben diese ja meist weniger Möglichkeiten Beweise zu analysieren und auszwerten. Und trotzdem schaffen sie es oft die Wahrheit schneller herauszufinden als die Ermittlungsbehörden.
Genau diese Situation findet sich in diesem Buch wieder. Während die Polizei und Staatsanwaltschaft im Dunkeln tappen und sich auf ihren Tatverdächtigen eingeschoßen haben, kommen Emilie und Teddy der Wahrheit immer näher und bringen sich selbst und Andere immer wieder in Gefahr.

Von der ersten bis zu letzten Seite ist man von der Handlung gefesselt. Und je weiter man liest, umso mehr wird dem Leser klar, was wirklich passiert ist und es nicht so ist, wie es zu Beginn aussieht.
Nach dem letzten Satz des Epiloges dachte ich mir nur so: Das kann jetzt nicht das Ende sein. Da muss es einfach eine Fortsetzung zu geben.
Und genau diese werde ich mir dann auch zulegen.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Buchstabenratten.

 

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