Klappentext:
Wir schreiben das Jahr 2033. Vor gut zwei Jahrzehnten hat ein Krieg weite Teile der Welt verwüstet. Nur in den gigantischen U-Bahn-Netzen der Städte konnten die Menschen überleben. Dort unten, in der Tiefe, haben sie eine neue, einzigartige Zivilisation errichtet. Eine Zivilisation jedoch, deren Existenz bedroht ist. Artjom, ein junger Mann Anfang zwanzig, lebt seit seiner Kindheit im Untergrund der Moskauer Metro ein behütetes Leben an der Seite seines Stiefvaters. Doch obwohl Artjom weiß, dass in den Tunneln tödliche Gefahren lauern, zieht es ihn unaufhaltsam in die Ferne. Und so zögert er nicht lange, als sich ihm die Gelegenheit bietet, seine Heimatstation zu verlassen. Es ist der Beginn einer fantastischen Reise durch das weitverzweigte Netz der Metro – eine Reise, die über das Schicksal der gesamten Menschheit entscheidet.

Rezension:
Dystopien – ein Genre, welches mich bisher nicht wirklich angezogen hatte. Doch der Klappentext von „Metro“ hat mich neugierig gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Doch erst einmal zur Ausstattung des Buches:
Das etwas mehr als zwei Kilogramm wiegende Buch (ja, ich habe es gewogen) macht einen sehr eleganten Eindruck mit seinem goldenen Druck auf schwarzem Grund. Die Bezeichnung Sonderausgabe trifft hier voll zu. Im Gegensatz zu den Einzelbänden, befindet sich im Inneren (vorne und hinten) eine farbige Karte und nicht nur eine schwarz-weiße.
Ein Kritikpunkt ist das Lesebändchen. Ich mag es ja, diese anstatt eines Lesezeichens zu benutzen, jedoch ist dieses nicht mittig, sondern im vorderen Drittel angebracht und wird somit etwas knapp gegen Ende des Buches.
Nun zum Buchinhalt:
Ohne großes Vorgeplänkel ist man mitten in der Handlung und direkt gefesselt. Wer jedoch jetzt Angst hat, nicht zu verstehen, worum es eigentlich geht, den kann ich beruhigen. Sehr geschickt wird während der Handlung erklärt, wie es zu einzelnen Bedingungen kam.
Jeder der drei Bände hat ein Hauptproblem und ist sozusagen in sich abgeschlossen. Jedoch zieht sich die Nebenhandlung durch alle drei Bände und auch werden Geschehnisse aus den vorherigen Teilen immer wieder aufgegriffen.
Das Leben und die Zustände in der Metro werden sehr gut und realistisch beschrieben. Man kann sich beim Lesen alles sehr gut vorstellen und fühlt sich manchmal, als wäre man persönlich dabei.
Obwohl es nur eine Trilogie ist und somit mit Band drei beendet, ist das Ende für mich nicht zufriedenstellend. Für mich ist es noch etwas offen und eigentlich würde ich einen vierten Band erwarten.
Eine schöne Ergänzung sind die beiden Bonusstorys, welche einen zusätzlichen Einblick geben.
Für das Regal ist diese Sonderausgabe eine lohnenswerte Anschaffung, jedoch empfehle ich fürs Lesen die Einzelbände, da diese einfach handlicher sind und auch mal unterwegs gelesen werden können.

Fazit: Der Autor hat hier eine mitreißende Geschichte geschaffen, welche man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Von mir gibt es 4 von 5 Buchstabenratten.

Hier könnt ihr den Anfang dieser fantastischen Dystopie lesen.

Und hier kommt ihr zur Buchseite dieser wunderschönen Sonderausgabe.


1 Kommentar

Jay (Bücher wie Sterne) · 10. Februar 2020 um 22:06

Huhu,
ich habe Metro 2033 vor Kurzem gelesen und es hat mir auch gut gefallen. Werde demnächst auch noch die anderen beiden Bücher lesen. Ich habe auch die Omnibus-Ausgabe, die du hast und sie gefällt mir richtig gut.
Meine Rezension zum Buch findest du in meinem Blog.

Liebe Grüße
Jay

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